Dritter Amazon-Go-Supermarkt öffnet in Seattle

In Seattle eröffnet Amazon jetzt die dritte Filiale des kassenschlangenlosen Hightech-Supermarkts Amazon Go. Die weitere Filiale wird genau wie die erste in einem Amazon-Bürogebäude eröffnet und bietet im Wesentlichen auch ein vergleichbares Sortiment. Amazons Pläne zum weiteren Verlauf der Supermarktkette sind undurchsichtig.

Dritter Amazon-Go-Store eröffnet

Im Stadtbezirk South-Lake-Union hat Amazon einen weiteren Amazon-Go-Store eröffnet. Im Vergleich zum bisher größten Laden mit rund 167 Quadratmetern ist der neue Store mit 195 Quadratmetern Fläche etwas größer.

Ebenso wie der erste Laden der Kette führt die Filiale vor allem Convenience-Produkte für den schnellen Snack oder die Mittagspause. Zusätzlich ist ein Grundangebot an Lebensmitteln vorrätig sowie Dinge des täglichen Bedarfs. Außerdem hat Amazon in diesem Store auch wieder die sogenannten Meal-Kits vorrätig, die sämtliche Zutaten für die Zubereitung eines frischen Gerichtes am heimischen Herd enthalten.

Amazon Go: Einkaufen ohne Kassenschlange

Mit der Hilfe von Computer-Vision-Technologie und verschiedenen Sensoren bietet Amazon-Go ein ungewöhnliches Einkaufserlebnis: Kunden nehmen Ware einfach aus dem Regal und verlassen ohne Umweg über eine Kasse direkt den Laden. Dazu müssen sich Nutzer mit ihrer Amazon-Go-App beim Betreten des Ladens an einer Zutrittschranke mit einem QR-Code identifizieren, beim Verlassen des Ladens wird dann automatisch das Amazon-Kundenkonto belastet. Den Kassenzettel gibt es digital in der App.

Amazon Go: Vorsichtige Expansion

Amazon befindet sich hier vermutlich in einer Art „Public Beta“ und ist immer noch dabei, an der endgültigen Blaupause für den kassenschlangenlosen Amazon-Go-Store zu feilen. Laut Recode-Berichten sollen in diesem Jahr sechs Stores eröffnet werden, weitere sollen in San Francisco und Chicago folgen.

Die Eröffnungen folgen dem Muster der bisherigen stationären Geschäfte von Amazon, wie dem Eröffnungsrhythmus der Amazon-Book-Stores. Im Gesamten agiert Amazon stationär bedächtiger als online, was darauf hindeutet, dass der Konzern hier immer noch Daten sammelt.

Forbes wunderte sich über Veränderungen im Sortiment des zweiten Stores und spricht von Limitierungen und Kundenunsicherheiten, die dazu geführt haben könnten. Tatsächlich ist nur das Sortiment verkleinert worden und der zweite Store führt quasi nur noch Convenience-Produkte. Eine typische Amazon-Entscheidung, die auf eine datengetriebene Auswertung der schnelldrehenden Produkte hinweist: Amazon erprobt im zweiten Store am wahrscheinlichsten die Akzeptanz eines verringerten Sortiments. Dass der zweite Store größer als der erste ist und ein ähnliches Sortiment aufweist, bestätigt diese Vermutung nur.

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